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Im aktuellen Österreichischen Ernährungsbericht, der im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums vom Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Wien 2009 herausgegeben wurde, kann man nachlesen, dass praktisch alle Bevölkerungsgruppen – vom Baby bis zum Greis – mit Vitamin D (und nicht nur damit) unterversorgt sind. Die Zufuhrempfehlungen werden dabei um 60 bis 80% (!!!!!!)unterschritten.

Das Ergebnis einer 8-jährigen Studie, die 2008 von der Universität Graz veröffentlicht wurde, bewies den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Blutwert, und einem erhöhten Gesamtsterblichkeitsrisiko, da niedrige Vitamin D-Blutwerte als (Mit-)Verursacher einer Vielzahl von Erkrankungen erkannt wurden. Dazu gehören neben Osteoporose und Zahnproblemen auch Infektanfälligkeit, Allergien, Atemwegsinfektionen, Gehörverlust, Muskelschwäche, Müdigkeit, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, Brust- und Darmkrebs, Diabetes, Multiple Sklerose, Schilddrüsenerkrankungen u.v.m., da sehr viele Organe im Körper Andockstellen für Vitamin D besitzen und ihre Funktionen von der Anwesenheit von Vitamin D – sozusagen als Startschlüssel – abhängig sind. Mittlerweile wurden zu diesem Thema unzählige weitere wissenschaftliche Arbeiten mit eindeutigen Ergebnissen veröffentlicht. Bewiesen wurde unter anderem, dass Vitamin D

- den Blutdruck senken, die Herzmuskelfunktion verbessern und den Fettstoffwechsel regulieren kann. Bei unzureichender Vitamin D-Versorgung schüttet die Nebenschilddrüse nämlich ein Hormon – genannt Parathormon - unkontrolliert aus, das Arterienwände verkalken lässt, Herzklappen schädigt, den Blutdruck erhöht und Herzrhythmusstörungen begünstigt. Vitamin D ist der natürliche Gegenspieler dieses Hormons.

- das Immunsystem stärkt, da es an der Bildung von Abwehrstoffen beteiligt ist.

- das Risiko für Allergien und Asthma verringert, da es die Produktion körpereigener antiallergisch und entzündungshemmend wirkender Substanzen fördert.

- durch die Regulation von Entzündungsbotenstoffen (Zytokinen) im Körper Verbesserungen bei allen entzündlichen Erkrankungen bringen und das Risiko für Autoimmunerkrankungen senken kann.

- das Krebsrisiko senkt, da es unkontrolliertes Wachstum von abnormalen, schlecht entwickelten Zellen verhindert. Auch bei Schuppenflechte können aus dem gleichen Grund Verbesserungen erzielt werden.

- für die Bildung, Ausschüttung und Verwertung von Insulin und damit für den Zuckerabbau im Körper verantwortlich ist. Ein Vitamin D-Mangel erhöht daher das Risiko, an Diabetes, oder auch an einer Fettstoffwechselstörung zu erkranken.

- für die Aufnahme und die Einschleusung von Calcium in die Knochen verantwortlich ist und damit die Knochendichte verbessert. Da auch die Muskulatur von einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung profitiert, vermindert Vitamin D das Sturzrisiko im Alter.

- die Nervenzellen schützt und psychische Erkrankungen, vor allem die Winterdepression mildern kann, da es an der Bildung von Hormonen wie Serotonin beteiligt ist.

 

Nur ein kleiner Teil des von uns gebrauchten Vitamin D´s stammt aus unserer Nahrung. Den Großteil können wir in unserer Haut mit Hilfe von Sonnenlicht aus Cholesterin bilden. Allerdings ist in Österreich die Sonneneinstrahlung nur in den Monaten April bis Oktober stark genug, um die Vitamin D-Bildung in der Haut möglich zu machen, und das natürlich auch nur, wenn man wirklich raus geht. Angesichts des Tagesablaufes eines Durchschnittsösterreichers, der den Großteil des Tages im Haus – sei es bei der Arbeit, in der Schule oder im Altenheim – verbringt, ist klar ersichtlich, warum seine Vitamin D-Speicher spätestens im Dezember praktisch leer sind. Die Folge: Zahlreiche chemische Reaktionen im Körper laufen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ab, Reparaturmechanismen funktionieren nicht mehr, nach und nach manifestieren sich Krankheiten. Die Entstehung dieser Krankheiten dauert oft mehrere Jahre und ist auch nicht durch die Einnahme eines Multivitaminpräparates in einem Monat zu beheben. Umso wichtiger ist es, dass Blutwerte gemessen und die Speicher unter ärztlicher Kontrolle ausreichend gefüllt werden. Die Kosten für eine ausreichende Vitamin D-Versorgung sind mit 5 Cent pro Tag absolut überschaubar.

 

Für Fragen steht Ihnen das Team der St. Petrus Apotheke jederzeit zur Verfügung.

 

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