schilddruese
 
Die Schilddrüse wiegt nur ca. 20 bis 25g und befindet sich unterhalb des Kehlkopfes. Sie bildet die Hormone Thyroxin (T4) und daraus mit Hilfe eines Enzyms Trijodthyronin (T3), mit denen sie Körpertemperatur, Herzschlag, Blutdruck, Wachstum, Energieverbrauch, Aufbau von Nervensubstanz, Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel, Sexualfunktion u.v.m. beeinflusst. Die Menge an Hormonen, die die Schilddrüse produziert, wird von Regionen im Gehirn reguliert, indem diese mehr oder weniger schilddrüsenstimulierendes Hormon (TSH) aussenden. Treten nun Störungen oder Krankheiten in der Schilddrüse auf, hat dies Auswirkungen auf viele Organsysteme im Körper. Zeichen einer Unterfunktion (Hypothyreose)sind z.B. Antriebslosigkeit, Burnout-Syndrom, Müdigkeit, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, trockene, rissige Haut, Verstopfung, erhöhte Blutfettwerte, Gelenksschmerzen, Haarverlust, Infektanfälligkeit u.v.m. In dem Fall ist eine zumeist lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen nötig.

Eine Überfunktion (Hyperthyreose) äußert sich z.B. in Nervosität, hohem Blutdruck, schnellem Herzschlag, Gewichtsverlust und Menstruationsstörungen. Beide Krankheiten können zu unerfülltem Kinderwunsch, Schlafstörungen und Depressionen führen. Auch gibt es enge Zusammenhänge von Schilddrüsenfunktionsstörungen mit Hyperaktivität bei Kindern (ADHS) oder auch Diabetes. Bei all diesen Erkrankungen ist die regelmäßige ärztliche Kontrolle von TSH, T3 und T4 notwendig. Auch wenn der TSH-Wert im Normbereich liegt, heißt das noch nicht, dass die Schilddrüse optimal funktioniert, da der Normbereich nach neueren Empfehlungen von Endokrinologen („Fachärzten für Hormone") für die meisten Menschen zu groß abgesteckt ist.

Z.B. kann schon ein leichter Mangel am Mineralstoff Selen – was sehr häufig vorkommt, da österreichische Böden nur wenig Selen enthalten - eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen. Dabei kann der TSH-Wert – sehr oft wird nur dieser überprüft - noch im Normbereich liegen, der T4-Wert ist normal, oder sogar leicht erhöht, aber der T3-Wert ist erniedrigt, weil das Enzym, das für die T3-Freisetzung verantwortlich ist, ohne Selen nicht funktioniert. Für die Produktion der Schilddrüsenhormone wird neben Jod, das in Österreich dem Salz zugesetzt werden muss, um die Bevölkerung ausreichend damit zu versorgen, auch Eisen, Vitamin A, der Vitamin B-Komplex, Coenzym Q10 und Zink benötigt. Auch Vitamin D, von dem über 80% der österreichischen Bevölkerung mangelversorgt sind, und Omega-3-Fettsäuren sind für die Schilddrüse wichtig, speziell wenn für die Unterfunktion eine Autoimmunerkrankung – die Hashimoto-Thyreoiditis – die Ursache ist.

Definitiv kann ein Mangel auch nur eines dieser Mikronährstoffe die Schilddrüsenfunktion einschränken und zu oben genannten Symptomen führen. Diese Mängel sind relativ leicht zu beheben und stehen in keinem Verhältnis zur zumeist lebenslangen Einnahme diverser Medikamente gegen alle möglichen Folgeerkrankungen, die von einer nicht optimal eingestellten Schilddrüsenfunktion herrühren. Der Versuch könnte sich lohnen....

 

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