Venenbeschwerden
 
Viele Menschen klagen über müde, geschwollene und schwere Beine, Durchblutungsstörungen, Krampfadern oder auch Hämorrhoiden. Wie Sie die Symptome verbessern können, lesen Sie hier.

Venenprobleme entstehen schleichend über Monate und Jahre hinweg. Als Krampfadern und Besenreiser sind sie nicht nur optisch ein Problem, sie stellen auch ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien dar, und damit auch für Herzinfarkt und Schlaganfall. Venenprobleme können zu Ernährungsstörungen der Haut, Entzündungen, Geschwüren und „offenen Beinen" sowie den damit verbundenen Schmerzen führen. Eine möglichst frühzeitig einsetzende Therapie ist daher besonders wichtig.

 

Erste Anzeichen für Venenprobleme sind:

-schwere, müde Beine

- Spannungs- und Druckgefühl, Kribbeln und Krämpfe in den Beinen

- Geschwollene Unterschenkel und Knöchel

- Beschwerdezunahme bei längerem Sitzen und Stehen und bei Wärme

 

Gründe dafür sind:

- Bewegungsarmut

- Übergewicht

- Langes Sitzen und Stehen

- Erbliche Veranlagung

- Hormone (Pille, Schwangerschaft, Frauen generell stärker betroffen) - Alter

 

Aufgabe der Venen ist der Rücktransport des sauerstoffarmen Blutes gegen die Schwerkraft zum Herzen. Um es z.B. von den Beinen nach oben zu bringen, befinden sich im Inneren der Venen Klappen, die wie Ventile funktionieren und das Blut nur in Herzrichtung durchlassen, und damit den Rückstrom verhindern. Die nötige Kraft dazu entsteht durch die Pumpleistung des Herzens und die Unterstützung der Beinmuskulatur. Je kräftiger daher die Muskeln, desto besser funktioniert auch der Bluttransport. Werden die Venenwände durchlässig und schwach, bzw. ungenügend von der Muskulatur gestützt, schließen die Venenklappen nicht mehr, das Blut versackt in den Beinen. Die beste Therapie ist daher Bewegung und Stärkung der Beine. Regelmäßige Venengymnastik kann viel zur Vorbeugung und Linderung beitragen und lässt sich leicht in den Alltag einbauen.

 

Venenklappen1Venenklappen2Venenklappen3

 

      Blut strömt in Herzrichtung                 Veneklappen verhindern           Schwache Venenwände

          Venenklappen offen                         Rückstrom des Blutes           Klappen schließen nicht

                                                                       in die Beine                 Blut versackt in den Beinen

 

 

 

Hier einige Übungen:

- Fußkreisen

- Zehen krallen

- Fersen im Sitzen abwechselnd mit den Zehen hochziehen

- im Stehen zwischen Zehen- und Fersenstand wechseln.

 

Weiters kann man mit Kompressionsverbänden und Strümpfen gezielten Druck von außen ausüben und dadurch die überlasteten Venen stützen.

 

Pflanzliche Präparate können die Entwicklung von Krampfadern nicht verhindern oder rückbilden, sehr wohl aber die Beschwerden lindern und helfen, damit sich der Zustand nicht weiter verschlimmert. Bewährt haben sich dabei Extrakte aus rotem Weinlaub, Rosskastaniensamen und Mäusedornwurzel zur innerlichen und äußerlichen Anwendung, Steinklee und Buchweizen als Tee. Sie stärken die Venenwände und vermindern deren Durchlässigkeit. Es tritt weniger Flüssigkeit ins Gewebe aus, das Anschwellen der Beine wird gehemmt. Bei Venenentzündung werden Hamamelis- und Arnikaextrakt äußerlich als Bad oder Salbe verwendet. Blutegelextrakt und Heparin wirken gerinnungshemmend und verbessern so die Fließeigenschaften des Blutes.

 

Hilfe können auch die Schüßler Salze Nr. 1, 4, 9, und 11 bringen, bei Entzündung zusätzlich die Nr. 3, bei Krämpfen und Schmerzen die Nr. 7 zur innerlichen und äußerlichen Anwendung.

 

Worauf sie außerdem achten sollten:

Da sich Venen bei Wärme erweitern und bei Kälte zusammenziehen sind Thermenbesuche, warme Bäder, Sauna und Fußbodenheizungen Gift für die Beine, Kneippgüsse, kalte Fußbäder und Wadenwickel eine Wohltat. Bevorzugen sie salzarme Ernährung und trinken sie viel, Vermeiden sie Übergewicht, Alkohol und Nikotin, tragen sie keine hohen Absätze, gehen sie viel barfuß. Beine beim Sitzen nicht übereinander schlagen, dafür so oft wie möglich hochlagern! Risikopatienten sollten vor längeren Reisen unbedingt ihren Arzt aufsuchen, um mit ihm eine eventuelle Heparinanwendung zur Thrombosevermeidung zu besprechen. Akupunktur, Akupressur und Homöopathie können zielführend sein, verlangen aber eine individuelle Behandlung vom Spezialisten.

Sind einzelne Venen zu sehr geschädigt, müssen sie vom Arzt operativ entfernt oder verödet werden. Dabei wird entweder Verödungsflüssigkeit in die schadhaften Venen gespritzt, oder eine Sonde mit Laser durchgezogen, um diese dauerhaft zu verschließen.

 

Gerne beraten wir Sie, wenn Sie zu den einzelnen Methoden Fragen haben. Ihr Team der St. Petrus Apotheke Birkfeld

 

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