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Für die große Zahl an rheumatischen Erkrankungen gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Hier ein Überblick über verschiedene alternativmedizinische Methoden.

Hilfe bei rheumatischen Erkrankungen

Mit „Rheuma" werden im Allgemeinen eine Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, die mit Schmerzen und funktioneller Einschränkung einhergehen, bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel Osteoporose, abnutzungsbedingte Arthrosen, entzündliche Arthritis, Gicht und rheumatische Erkrankungen der Weichteile mit Schmerzen in Muskeln und Sehnen. Daneben gibt es jedoch auch rheumatisch bedingte Entzündungen, die nicht nur den Bewegungsapparat, sondern auch innere Organe befallen. Die Ursachen sind völlig unterschiedlich und zum Teil auch noch unbekannt. Dementsprechend weitläufig sind Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen. Kern der Behandlung muss immer ein Besuch beim Arzt und eine genaue Diagnose sein, wenn der Körper durch Schmerzen ein Problem kundtut.

Während akuter Schübe werden entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente verordnet. Um Langzeitfolgen und Gelenkschäden vorzubeugen können weiters diverse Basismedikamente verschrieben werden. Bei starken Beschwerden als Folge von bereits fortgeschrittener Gelenkzerstörung kommen auch operative Therapien bis hin zum Gelenkersatz in Betracht.

Hier ein Überblick über alternative Möglichkeiten, die Entzündungsgeschehen sowie Regenerationsprozesse positiv beeinflussen. Sie sind nebenwirkungsarm oder sogar –frei und können dazu beitragen, chemische Schmerzmittel und Entzündungshemmer einzusparen und das Krankheitsbild im positiven Sinn zu verändern.

1. Für eine Mehrzahl der rheumatischen Erkrankungen ist gezielte Bewegung und Muskelaufbau der Eckpfeiler jeder Therapie. Auch Massagen können Schmerzlinderung bringen. Hilfreich ist natürlich auch eine Gewichtsreduktion und damit eine Entlastung des Stütz- und Bewegungsapparates.

2. Knorpelbausteine zuführen: Durch Abnutzung kommte es zu einem Knorpelverschleiß an Gelenken und Wirbelsäule. Fehlt der Knorpel, scheuern Knochen im Gelenk direkt aneinander und werden ebenfalls angegriffen. Glucosamin- und Chondroitinsulfat sind Bestandteile der Knorpelmasse. Ihr Verlust aus den Knorpeln ist eine der häufigsten Ursachen für Arthrosen. Es gibt diese Stoffe in Kapsel- oder Pulverform zum Einnehmen. Bewährt haben sich auch Gelatinepräparate, die die wichtigsten Eiweißbausteine zur Ernährung von Knorpeln und Bindegewebe liefern. Eine Therapie mit diesen Therapeutika muss ausreichend lange und in einer hohen Dosierung durchgeführt werden, um den erwünschten Effekt zu erzielen.

3. Einsatz von speziellen Lipid-Extrakten: Omega-3-Fettsäuren können vom Menschen nicht gebildet und müssen täglich mit der Nahrung zugeführt werden. Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen dieser wichtigen Fettsäuren, wie zum Beispiel Fischöl und kaltgepresste Lein-, Hanf- und Rapsöle. Die Aufgaben der Omega-3-Fettsäuren im Körper sind zahlreich. Neben ihrer cholesterinsenkenden und herzschützenden Wirkung, greifen sie auch bei Entzündungsvorgängen im Körper ein, indem sie die Entstehung entzündungsfördernder Botenstoffe hemmen. Die Zufuhr von 1-2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag wird daher bei allen entzündlichen Erkrankungen über mehrere Monate empfohlen.

4. gezielte Nährstoffaufnahme: Bei Entzündungsprozessen entstehen „freie Radikale", die Körperzellen schädigen. Bestimmte Nährstoffe, sogenannte Antioxidantien oder Radikalfänger, sind in der Lage, freie Radikale unschädlich zu machen und damit Entzündungs-folgeschäden zu verhindern. Es sind dies zum Beispiel Selen, Zink, Kupfer, OPC und die Vitamine A, C und E. Eine ausreichende Zufuhr dieser Mikronährstoffe ist daher besonders wichtig.

5. ausgewogener Säure-Basen-Haushalt: Latente Übersäuerung wird für Krankheiten des rheumatischen Formenkreises mitverantwortlich gemacht. Der gesunde Körper kann Säuren über Urin, Stuhl, Schweiß und Atmung ausscheiden. Bei einer Störung dieser Funktion werden Säuren im Körper deponiert und entziehen Knochen, Knorpeln und Zähnen wichtige Mineralsalze. Gegen Übersäuerung wirkt eine überwiegend pflanzliche Ernährung mit möglichst geringer Alkohol-, Zucker- und Kaffeezufuhr. Da bei übersäuerten Patienten oft chronische Belastungen mit Aluminium und anderen Schadstoffen gefunden werden, wird weiters zu entgiftenden Maßnahmen geraten. Eine Behandlung mit zink- und manganhältigem Basenpulver oder Schüßler Salzen erhöht die Ausscheidung von toxischen Metallen und neutralisiert überschüssige Säuren. Eine genaue Auskunft über Ihre Schadstoffbelastung und darüber, ob wichtige Salze in Ihrem Körper fehlen, gibt eine Haar-Mineralstoffanalyse, die Sie über Ihre Apotheke durchführen lassen können.

6. Schüßler Salze: zum Säureabbau: Nr. 9, 10, 11

zur Schadstoffausleitung: Nr. 8, 10 bzw. die Fertigmischung „Hepaxen"

gegen die Entzündung: Nr. 3

gegen steife Gelenke: Nr. 2, 8, 11

mit Schwellungen: Nr. 4, 8, 10

bei Wetterfühligkeit: Nr. 3, 7, 9, 10

zum Knorpelaufbau: Nr 4, 8

bei Verspannungen: Nr. 2, 7

7. Phytotherapie: Zum Einsatz kommen u. a. gut geprüfte und standardisierte Präparate von Teufelkralle, Weihrauch und Hagebutte die in ausreichender Dosierung eingenommen vorwiegend entzündungshemmende und schmerzstillende Effekte haben, und Extrakte von Arnika, Beinwell und Cayennepfeffer, die äußerlich angewendet werden.

8. Thermotherapie: Während einer akuten Entzündung bringt oft Kühlung der schmerzenden Stelle Linderung, zwischen den Schüben erleichtern hautreizende Salben und Pflaster oder wärmende Bäder (z.B. mit Heilmoor) Verspannungen und Steifigkeit.

9. Akupunktur, Akupressur und Homöopathie können helfen, verlangen aber eine individuelle Therapie durch Spezialisten.

Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder das Team der St. Petrus Apotheke Birkfeld.

 

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