Husten  Ilike  Fotolia
 

 Passend zur Jahreszeit hat auch der Husten wieder Hochsaison. Zahlreiche Hustenarten und -ursachen machen eine Behandlung nicht immer ganz einfach. Damit sich eine harmlose Erkältung nicht zur chronischen Atemwegserkrankung entwickelt, oder eine dahintersteckende Ursache erkannt wird, bedarf es unbedingt einer ärztlichen Abklärung. Es könnte z.B. ein Magenproblem (Reflux), Krebs, eine Lungenembolie, eine Allergie, eine Herz- oder Lungenerkrankung oder die Nebenwirkung eines Medikamentes (z.B. eines Blutdrucksenkers) dahinterstecken.

 

Ein akuter Husten kann bis zu 8 Wochen dauern und wird zumeist durch eine Entzündung der Atemwege hervorgerufen. Chronischer Husten (Dauer über 8 Wochen) wird häufig durch Rauchen oder dauernde Inhalation von Schadstoffen hervorgerufen und kann sich zu COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Lungenkrebs, Asthma oder VCD (Funktionsstörung der Stimmbänder) entwickeln.

 

Im Verlauf einer Erkältung ist der Husten meist zu Beginn eher trocken (Reizhusten) und wandelt sich erst nach ein bis drei Tagen in produktiven Husten, bei dem es zur Absonderung von Schleim kommt, der die Atemwege verlegt und abgehustet werden muss. Schleimlösende und auswurffördernde Arzneimittel erleichtern das Abhusten, das nicht durch Hustenstiller unterdrückt werden darf. Diese werden bei trockenem Husten eingesetzt. Codein-hältige Arzneien sollten aufgrund ihres Suchtpotentials möglichst kurzfristig eingesetzt werden und sind daher streng rezeptpflichtig.

 

Bei jedem Husten sollte viel getrunken werden, um den Schleim zu verflüssigen und die Schleimhäute zu befeuchten. Auch Inhalieren von Wasserdampf oder ätherischen Ölen erfüllt diesen Zweck. Rezeptpflichtig sind Arzneimittel, die die Entzündung der Atemwege hemmen oder die Bronchien erweitern. Sie werden hauptsächlich mittels Inhalatoren verabreicht.

 

Pflanzenheilkunde

Für jeden Husten ist definitiv ein Kraut gewachsen. Sie werden als Tee getrunken, als Saft oder Tropfen eingenommen oder ihre ätherischen Öle inhaliert. Bei Reizhusten kommen vorwiegend schleimhältige Pflanzen wie Eibisch, Isländisches Moos, Malve und Königskerze zum Einsatz. Krampflösend wirken Sonnentau, Anis, Fenchel und Efeu. Vorwiegend schleimlösende und auswurffördernde Arzneitees bestehen z.B. aus Primel, Thymian und Spitzwegerich. Auch Inhalationen oder Bäder mit ätherischen Ölen von beispielsweise Fichtennadeln, Eukalyptus oder Anis können das Abhusten erleichtern.

 

Homöopathie:

Durch die Behandlung mit Homöopathika kann man die meisten Atemwegserkrankungen auf Dauer loswerden. Aus mehreren hundert Mitteln das richtige heraus zu finden ist aber zumeist nicht ganz einfach. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine genaue Beobachtung der Symptome.

• Wann tritt der Husten auf, wann geht es mir besser, wann schlechter?

• Möchte ich es warm haben oder ist mir zu heiß?

• Gibt es einen Auswurf, wie ist dieser gefärbt?

• Huste ich vermehrt draußen oder im warmen Zimmer, morgens oder abends?

• Wird der Husten durch Bewegung schlechter oder huste ich vermehrt im Liegen?

• Wie ist meine psychische Verfassung?

• Was könnte den Husten ausgelöst haben?

• Treten mit dem Husten Schmerzen auf, wo sind diese lokalisiert (Hals, Brust, Rücken, Bauch,...) und wie fühlen sich diese an (brennend, kratzend, krampfartig, stechend,...)

• Gibt es noch weitere Symptome, die zusammen mit dem Husten auftreten?

Ein Homöopath kann aus der Fülle von Informationen das richtige Mittel in der richtigen Potenz bestimmen und den Husten auf Dauer beseitigen. Frau Dr. Engelberger-Polz steht Ihnen im Haus der St. Petrus Apotheke nach telefonischer Voranmeldung zur Verfügung.

 

Schüßler Salze

Die Nr. 4, Kalium chloratum, ist das Hauptmittel bei Husten, vor allem bei verschleimten Bronchien mit weißem, zähem Schleim. Ist der Schleim gelb-braun gefärbt, werden die Nr. 6, Kalium sulfuricum, bei gelb-grünem die Nr. 10, Natrium sulfuricum, bei klarem die Nr. 8, Natrium chloratum benötigt. Die Nr. 8 ist auch für die Regeneration der angegriffenen Schleimhäute wichtig. Für Entzündungen kann zusätzlich die Nr. 3, Ferrum phosphoricum, eingenommen werden. Die Nrn. 2, Calcium phosphoricum und 7, Magnesium phosphoricum, sind bei trockenem, krampfartigem, bellendem Reizhusten hilfreich.  

 

TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin können verschiedene Ursachen zu Husten führen. Die Lunge erkrankt z.B., wenn sich innere und äußere Kälte verbinden, etwa durch die Einwirkung von kaltem Wind und gleichzeitiger Ernährung mit kalten oder kühlenden Speisen und Getränken. Auch emotionale Störungen wie Stress, Aufregung, Wut, Ärger und Angst haben einen schädigenden Einfluss auf die Lunge.

TCM-Ärzte müssen zuerst die Ursache mittels Befragung, Zungen- und Pulsdiagnose finden und können dann mit Akupunktur oder einer individuell zusammengestellten Rezeptur aus Kräutern die Störung beseitigen und die entsprechenden Organsysteme stärken, um die Selbstheilung zu fördern. Die Dauer der Behandlung hängt sehr von den auslösenden Faktoren und dem Ausmaß der Schädigung ab. Dr. Olivia Pojer, TCM-Ärztin im Haus der St. Petrus Apotheke kümmert sich gerne um Ihr Anliegen.

 

Nährstoffe

Alle Nährstoffe, die das Immunsystem stärken, unterstützen natürlich auch die Regeneration bei Husten. Je nach Ursache der Erkrankungen und Lücken in der Ernährung können auch andere Nährstoffe hilfreich sein. Die zusätzliche Zufuhr von Vitamin C, Lysin und Zink hemmen die Virenvermehrung auf den Schleimhäuten und verbessern die körpereigene Abwehr. Ist eine Allergie die Ursache, können Vitamin D, der Vitamin-B-Komplex, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren hilfreich sein. Bei asthmatischem Husten kann Magnesium die Lungenfunktion verbessern.

 

Impfungen:

Besonders über 50-jährigen oder chronisch kranken Personen werden die Impfungen gegen Grippe und Keuchhusten empfohlen.

 

Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns.

 Ihr Team der St. Petrus Apotheke Birkfeld

 

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