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Zwei Drittel aller Frauen spüren zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr das Nachlassen der Sexualhormonproduktion ihres Körpers. Sie leiden unter Hitzewallungen, Schlafproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Reizungen und Trockenheit der Scheide, Blasenentzündungen, trockene Haut, Herzbeschwerden, Gewichtszunahme, Haarausfall, Stimmungsschwankungen und Depressionen. Zusätzlich führt die Östrogenknappheit zu einem Verlust von Mineralien (hauptsächlich Kalzium) im Knochengerüst, was das Osteoporoserisiko, und damit das Risiko von Knochenbrüchen erhöht. Weiters kommt es zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – einerseits durch eine negative Beeinflussung des Cholesterinspiegels, andererseits durch den Wegfall der gefäßerweiternden Wirkung des Östrogens.

Frauen, die unter starken Wechseljahrbeschwerden leiden, können mit ihrem Arzt über eine Hormonersatzbehandlung sprechen. Die Diskussion über mögliche Risiken und Nebenwirkungen dieser Therapie hinterlässt bei vielen Frauen allerdings eine tiefe Verunsicherung, und lässt sie nach naturheilkundlichen und alternativmedizinischen Therapien suchen. Hier eine Übersicht über einige wirksame alternative Möglichkeiten.

 

Phytohormone

Die Natur bietet zahlreiche Pflanzen, deren Inhaltsstoffe östrogenartige Wirkungen haben, damit Wechseljahrbeschwerden lindern und weiters das Osteoporose- und Herzinfarktrisiko senken, die Gefäße schützen und sich auch positiv auf Haut und Haar auswirken, ohne das Krebsrisiko zu erhöhen. Verwendet werden hauptsächlich Extrakte des Mönchspfeffers, der Traubensilberkerze, der Sojabohne, und des Rotklees. Zusätzlich sinnvoll ist die Kombination mit Johanniskraut, Passionsblume, Hopfen, Melisse und Baldrian bei Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, und Salbei, der übermäßigem Schwitzen entgegenwirkt. Die Anwendung pflanzlicher Präparate bringt nach etwa 4 Wochen regelmäßiger Einnahme eine deutliche Besserung der Beschwerden.

 

Nährstoffe

Neben den allgemein gültigen Empfehlungen, sich vitamin- und mineralstoffreich, sowie cholesterinarm – also vorwiegend pflanzlich - zu ernähren, kann die zusätzliche Zufuhr von Kalzium, Vitamin D, Zink, Chrom, Silizium, Selen, Mangan, Biotin und Pantothensäure für Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe und Knochen empfohlen werden. Vorbeugend gegen Gefäßschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken das Coenzym Q 10, Omega-3-Fettsäuren, die Vitamine E, C, und die des B-Komplexes – insbesondere Folsäure. Gamma-Linolensäure (aus dem Nachtkerzenöl) wird gegen trockene Haut und Schleimhaut eingesetzt, Magnesium, Lecithin und B-Vitamine gegen Stimmungsschwankungen und Stress.

 

Homöopathie

Hömöopathika müssen immer individuell ausgesucht werden. Hier die am häufigsten zur Anwendung kommenden und ihre charakteristischen Symptome:

Sepia: erschöpft, missbraucht, reizbar und leicht gekränkt, friert trotz häufiger Hitzewallungen, Angst und depressive Verstimmung, Senkungsgefühl, schlimmer abends, besser durch Bewegung

Cimicifuga: reizbar, ängstlich, Herzklopfen, Unruhe, Kopfweh, Schmerzen schlimmer links

Pulsatilla: auffallend wechselhafte Stimmung, überempfindlich, weinerlich, anhänglich, verträgt keine Hitze, schlimmer nachts

Sanguinaria: energisch, reizbar, ungeduldig, Hitze an Hals, Gesicht, Händen und Füßen, Schwindel, Kopfweh, rheumatische Schmerzen, schlimmer rechts

Lachesis: nervös, eifersüchtig, redseelig, Hitzewallungen, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerz schlimmer links, verträgt am Hals und Körper nichts Enges

Acidum sulfuricum: nervös und eilig, starke Blutungen und Hitzewallungen, große Schwäche mit innerer Unruhe, trockene, schuppige, juckende Haut, Krampfadern

Sulfur: übelriechende Ausdunstungen, brennendes Hitzegefühl, Hautausschläge mit Jucken, wund machender Ausfluss, Krampfadern, Verlangen nach Süßem

 

Schüßler Salze

bei Wallungen: Nr. 3, 7, 8, 15

bei verstärkter Regelblutung: Nr. 1, 2, 3, 10

bei trockenen Schleimhäuten: Nr. 8

bei depressiver Verstimmung: Nr. 5, 11, 15, 22

zur Förderung und Regulierung des Hormonhaushaltes: Nr. 2, 4, 13, 25

gegen Osteoporose: Nr. 1, 2, 11, 22

Die Anwendung empfiehlt sich über mehrere Monate

 

Bachblüten

Helfen, ins seelische Gleichgewicht zu kommen, z. B. bei Angstzuständen, Problemen mit dem Selbstbewusstsein, Depressionen und Erschöpfung. Eine Bachblütenmischung muss individuell ausgewählt und über mehrere Wochen eingenommen werden.

Wenn Sie mehr wissen wollen, finden Sie bei uns Bücher über Alternativmedizin und Naturheilkunde. Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zu Verfügung.

 

Ihr Team der St. Petrus-Apotheke Birkfeld

 

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