
Frauen, die unter starken Wechseljahrbeschwerden leiden, können mit ihrem Arzt über eine Hormonersatzbehandlung sprechen. Die Diskussion über mögliche Risiken und Nebenwirkungen dieser Therapie hinterlässt bei vielen Frauen allerdings eine tiefe Verunsicherung, und lässt sie nach naturheilkundlichen und alternativmedizinischen Therapien suchen. Hier eine Übersicht über einige wirksame alternative Möglichkeiten.
Phytohormone
Die Natur bietet zahlreiche Pflanzen, deren Inhaltsstoffe östrogenartige Wirkungen haben, damit Wechseljahrbeschwerden lindern und weiters das Osteoporose- und Herzinfarktrisiko senken, die Gefäße schützen und sich auch positiv auf Haut und Haar auswirken, ohne das Krebsrisiko zu erhöhen. Verwendet werden hauptsächlich Extrakte des Mönchspfeffers, der Traubensilberkerze, der Sojabohne, und des Rotklees. Zusätzlich sinnvoll ist die Kombination mit Johanniskraut, Passionsblume, Hopfen, Melisse und Baldrian bei Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, und Salbei, der übermäßigem Schwitzen entgegenwirkt. Die Anwendung pflanzlicher Präparate bringt nach etwa 4 Wochen regelmäßiger Einnahme eine deutliche Besserung der Beschwerden.
Nährstoffe
Neben den allgemein gültigen Empfehlungen, sich vitamin- und mineralstoffreich, sowie cholesterinarm – also vorwiegend pflanzlich - zu ernähren, kann die zusätzliche Zufuhr von Kalzium, Vitamin D, Zink, Chrom, Silizium, Selen, Mangan, Biotin und Pantothensäure für Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe und Knochen empfohlen werden. Vorbeugend gegen Gefäßschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken das Coenzym Q 10, Omega-3-Fettsäuren, die Vitamine E, C, und die des B-Komplexes – insbesondere Folsäure. Gamma-Linolensäure (aus dem Nachtkerzenöl) wird gegen trockene Haut und Schleimhaut eingesetzt, Magnesium, Lecithin und B-Vitamine gegen Stimmungsschwankungen und Stress.
Homöopathie
Hömöopathika müssen immer individuell ausgesucht werden. Hier die am häufigsten zur Anwendung kommenden und ihre charakteristischen Symptome:
Sepia: erschöpft, missbraucht, reizbar und leicht gekränkt, friert trotz häufiger Hitzewallungen, Angst und depressive Verstimmung, Senkungsgefühl, schlimmer abends, besser durch Bewegung
Cimicifuga: reizbar, ängstlich, Herzklopfen, Unruhe, Kopfweh, Schmerzen schlimmer links
Pulsatilla: auffallend wechselhafte Stimmung, überempfindlich, weinerlich, anhänglich, verträgt keine Hitze, schlimmer nachts
Sanguinaria: energisch, reizbar, ungeduldig, Hitze an Hals, Gesicht, Händen und Füßen, Schwindel, Kopfweh, rheumatische Schmerzen, schlimmer rechts
Lachesis: nervös, eifersüchtig, redseelig, Hitzewallungen, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerz schlimmer links, verträgt am Hals und Körper nichts Enges
Acidum sulfuricum: nervös und eilig, starke Blutungen und Hitzewallungen, große Schwäche mit innerer Unruhe, trockene, schuppige, juckende Haut, Krampfadern
Sulfur: übelriechende Ausdunstungen, brennendes Hitzegefühl, Hautausschläge mit Jucken, wund machender Ausfluss, Krampfadern, Verlangen nach Süßem
Schüßler Salze
bei Wallungen: Nr. 3, 7, 8, 15
bei verstärkter Regelblutung: Nr. 1, 2, 3, 10
bei trockenen Schleimhäuten: Nr. 8
bei depressiver Verstimmung: Nr. 5, 11, 15, 22
zur Förderung und Regulierung des Hormonhaushaltes: Nr. 2, 4, 13, 25
gegen Osteoporose: Nr. 1, 2, 11, 22
Die Anwendung empfiehlt sich über mehrere Monate
Bachblüten
Helfen, ins seelische Gleichgewicht zu kommen, z. B. bei Angstzuständen, Problemen mit dem Selbstbewusstsein, Depressionen und Erschöpfung. Eine Bachblütenmischung muss individuell ausgewählt und über mehrere Wochen eingenommen werden.
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Ihr Team der St. Petrus-Apotheke Birkfeld
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